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Fußpflege bei Diabetes bei kaltem Wetter: Was Sie wissen sollten

  • Autorenbild: Maksym Tkachuk
    Maksym Tkachuk
  • 12. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Menschen mit Diabetes sind im Winter anfälliger für Fußprobleme. Niedrige Temperaturen, Feuchtigkeit und eine schlechtere Durchblutung schaffen Bedingungen, die zu Komplikationen führen können. Nervenschäden vermindern zudem die Sensibilität der Füße – dadurch steigt das Risiko für Verletzungen, Infektionen und auch für schwerwiegendere Folgen, wenn Beschwerden vernachlässigt werden.


Unten finden Sie Empfehlungen, die helfen, Ihre Füße den ganzen Winter über sicher und in guter Verfassung zu halten.



1. Halten Sie Ihre Füße trocken


Feuchtigkeit durch Schnee, Regen oder verschwitzte Socken stellt für Menschen mit Diabetes ein deutliches Risiko dar. Ein feuchtes Milieu begünstigt bakterielle und Pilzinfektionen, die sich schnell verschlimmern können.


Empfehlungen:

  • Wechseln Sie nach dem Nachhausekommen so bald wie möglich nasse oder feuchte Socken.

  • Trocknen Sie die Füße sorgfältig ab – besonders die Bereiche zwischen den Zehen.

  • Bevorzugen Sie Socken aus Materialien, die Feuchtigkeit ableiten und den Fuß warm halten.


2. Pflegen Sie die Haut – aber vorsichtig


Kälte und trockene Luft können rissige Haut verursachen. Bei Diabetes ist das wegen des Infektionsrisikos besonders problematisch. Regelmäßige Pflege hilft, diese Beschwerden zu lindern.


So pflegen Sie richtig:

  • Tragen Sie die Creme täglich auf – idealerweise nach dem Duschen oder Baden, wenn die Haut noch leicht feucht ist.

  • Konzentrieren Sie sich auf Fersen und trockene Stellen, tragen Sie jedoch keine Creme zwischen den Zehen auf, da sich dort Feuchtigkeit stauen und Pilzinfektionen fördern kann.

  • Halten Sie die Duschzeit kurz und verwenden Sie milde, nicht aggressive Seifen.


3. Tragen Sie geeignetes Schuhwerk


Ungeeignete Schuhe gehören zu den häufigsten Ursachen für Verletzungen. Kalte, feuchte oder rutschige Untergründe erhöhen das Sturzrisiko deutlich – was für Menschen mit Diabetes besonders gefährlich sein kann.


Empfohlenes Winterschuhwerk:

  • stabile Schuhe mit niedrigem Absatz,

  • ausreichende Isolierung gegen Kälte und Nässe,

  • breite Vorderkappe, die die Zehen nicht einengt,

  • bei Neuropathie oder Kälteempfindlichkeit ist eine hochwertige Isolierung besonders wichtig.


Zum Winterschuhwerk gehören auch gute Socken, die Feuchtigkeit ableiten und den Wärmekomfort unterstützen.


4. Bewegen Sie sich – aber mit Bedacht


Bewegung fördert eine bessere Durchblutung der Füße, im Winter ist jedoch Vorsicht geboten. Vereiste oder nasse Flächen erhöhen das Risiko auszurutschen erheblich.


Tipps für sichere Bewegung:

  • Tragen Sie Schuhe mit guter Unterstützung des Fußgewölbes, breiter Zehenbox und stabiler Sohle.

  • Gehen Sie auf Schnee und Eis langsam und vorsichtig.

  • Wenn Sie offene Wunden oder Geschwüre an den Füßen haben, belasten Sie diese nicht und suchen Sie einen Arzt auf.


5. Gehen Sie regelmäßig zur Fußkontrolle


Regelmäßige fachliche Untersuchungen sind bei Diabetes entscheidend. Fachpersonen können frühzeitig Veränderungen erkennen, die Sie selbst wegen der verminderten Sensibilität möglicherweise nicht bemerken.


6. Schützen Sie Ihre Füße vor länger anhaltender Kälte


Wenn Ihre Füße längere Zeit Kälte oder Feuchtigkeit ausgesetzt waren, kann ein warmes (nicht heißes) Fußbad helfen. So werden die Füße langsam wieder aufgewärmt, ohne das Risiko von Reizungen oder Verbrennungen.


Der Winter bringt für Menschen mit Diabetes besondere Herausforderungen mit sich. Die richtige Pflege, geeignetes Schuhwerk und regelmäßige Prävention können das Risiko von Komplikationen deutlich verringern. Kümmern Sie sich jeden Tag um Ihre Füße – sie sind die Grundlage für Bewegung, Selbstständigkeit und Ihre allgemeine Gesundheit.

 
 
 

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