Eis unter den Füßen: Winter, Bewegung und kleine Signale, auf die es sich lohnt zu hören
- Maksym Tkachuk
- 12. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Der Januar hat eine besondere Atmosphäre.
Die Luft ist schärfer, die Tage kürzer und die Bewegung verlangsamt sich ganz natürlich. Für manche ist es die Zeit der Skiurlaube, für andere eine Phase, in der wir mehr zuhause bleiben – warm, mit den Füßen in Hausschuhen. Gerade in dieser Zeit senden die Füße jedoch oft leise Signale, die man nicht übersehen sollte.

Internationale Empfehlungen der IWGDF erinnern daran, dass die meisten schwerwiegenden Fußprobleme schrittweise entstehen – unauffällig, ohne Schmerzen, ohne dramatische Symptome. Genau deshalb hat Prävention in den Wintermonaten eine besondere Bedeutung.
Wenn Kälte die Wahrnehmung dämpft
Der Winter hat die Fähigkeit, den Körper „leiser“ zu machen. Kälte verengt die Blutgefäße, die Haut trocknet aus und die Sensibilität der Füße kann schwächer sein als sonst. Kleine Druckstellen, Risse oder Rötungen bemerkt man oft erst dann, wenn sie schon länger bestehen.
Fachleute weisen darauf hin, dass gerade Kälte und trockene Luft das Risiko von Hautschäden erhöhen – insbesondere bei Menschen mit eingeschränkter Sensibilität oder Durchblutungsstörungen der unteren Extremitäten.
Es ist kein dramatischer Moment. Es ist eher ein stiller Prozess.
Winterschuhe: Schutz und Belastung zugleich
Dickere Sohlen, festere Materialien, weniger Platz für die Zehen. Winterschuhe sollen vor Kälte schützen – doch wenn sie nicht wirklich gut passen, können sie langfristig Druck an denselben Stellen erzeugen: Tag für Tag, Schritt für Schritt.
Die IWGDF betont, dass geeignetes Schuhwerk den Fuß schützen, seine Form berücksichtigen und den Druck gleichmäßig verteilen soll – nicht nur draußen, sondern auch in Innenräumen.
Deshalb ist es im Winter sinnvoll, Hausschuhe ohne feste Sohle oder das Gehen nur in Socken zu vermeiden: So bequem es ist, es bietet den Füßen keinen echten Schutz.
Weniger Bewegung heißt nicht weniger Pflege
Wintermonate verbinden wir oft mit Erholung. Paradoxerweise kann aber gerade weniger Aktivität zu steiferen Füßen, schlechterer Stabilität und Veränderungen im Gangbild führen.
Die fachlichen Empfehlungen sind klar: Leichte, regelmäßige Bewegung ist sicher und sinnvoll – wenn sie mit geeignetem Schuhwerk und der Kontrolle der Haut einhergeht. Eine schrittweise Steigerung der Aktivität, zum Beispiel um etwa 1.000 Schritte pro Tag, gilt als vernünftig und sicher. Es geht nicht um Leistung. Es geht um Rhythmus.
Skifahren und Berge: den Füßen Aufmerksamkeit schenken
Wintersport hat seinen Reiz. Skischuhe fixieren den Fuß jedoch stark, erzeugen Druck und können zusammen mit Kälte Warnsignale des Körpers überdecken.
Darum lohnt es sich:
die Füße vor und nach dem Skifahren zu kontrollieren,
auf Veränderungen der Hautfarbe oder neue Druckstellen zu achten,
auch kleine Verletzungen nicht zu unterschätzen,
und bei Unsicherheit lieber fachlichen Rat einzuholen.
Die IWGDF unterstreicht immer wieder, wie wichtig eine frühzeitige Reaktion auf prä-ulzeröse Veränderungen ist – noch bevor daraus ein echtes Problem wird.
Eine Winterroutine, die Sinn macht
Fußpflege im Winter muss nicht kompliziert sein. Ein paar tägliche Gewohnheiten reichen:
eine kurze visuelle Kontrolle der Füße jeden Tag,
trockene Haut eincremen (nicht zwischen den Zehen),
warme, aber ausreichend großzügige Schuhe,
Aufmerksamkeit für Hornhaut, Risse und Veränderungen der Haut,
regelmäßiger Kontakt zu Fachpersonen, wenn Sie zur Risikogruppe gehören.
Laut IWGDF kann die Kombination aus fachlicher Pflege, geeignetem Schuhwerk und Aufklärung einen großen Teil schwerwiegender Komplikationen verhindern.
Zum Schluss
Der Januar lehrt uns, langsamer zu werden. Doch unsere Füße lehren uns gleichzeitig, genauer hinzusehen.
Nicht aus Angst, sondern aus Respekt. Denn wenn wir ihnen in der Zeit, in der sie „still“ sind, Aufmerksamkeit schenken, danken sie es uns mit sicherer Bewegung – das ganze Jahr über.



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